Die wichtigsten Fondsarten erklärt!

Es gibt viele verschiedene Fondsarten und unendlich viele Fonds, hier den Überblick zu behalten und die unterschiedlichen Produkte zu verstehen ist gar nicht so einfach. Ein Fonds ist ein Finanzprodukt, das von professionellen Fondsmanagern nach bestimmten Regeln, die im Verkaufsprospekt definiert sind, gemanagt wird.

Das Geld für den Fond kommt von vielen Anlegern, die dafür im Gegenzug einen Fondanteil erhalten. Die unterschiedlichen Fondsarten investieren dabei in verschiedene Anlageformen, in unterschiedliche Länder und mit einem anderen Zeithorizont. Welche Fondsarten es gibt und in was diese auszeichnet zeige ich dir hier.

Die wichtigsten Fondsarten!

Aktienfonds

Aktienfonds sind die wohl bekannteste Form eines Fonds. Wie du bereits vermutest, legen diese Investmentfonds das Geld in Aktien an. In den Verkaufsbroschüren der Fonds wird festgelegt in welche Branche, Regionen oder welche Anlagestrategie verfolgt wird.

Durch den Kauf eines Aktienfondsanteil kann man sein Risiko deutlich geringer halten wie bei der Investition in Einzelwerte. Die Fondsmanger diversifizieren das Portfolio und kaufen Aktien von vielen Unternehmen. So kannst auch du als Kleinanleger mit nur wenig Geld ein breit gestreutes Depot kaufen.

Geldmarktfonds

Diese Art von Fonds ist eher auf Sicherheit ausgelegt und eignet sich für kurzfristige Anlagen. Es wird in festverzinsliche Wertpapiere und Festgeld investiert, wodurch das Risiko zwar sehr gering ist, die Renditechancen allerdings auch. Wenn du viel Geld anlegen möchtest macht es Sinn sich solche Produkte als Sicherheit beizumischen.

Immobilienfonds

Immobilienfonds investieren dein Geld in Beteiligungen an Büro- und Geschäftsimmobilien, Erbbaurechten, Privatwohnungen und in Grundstücke. Der Gewinn wird durch Miet- und Zinseinnahmen erzielt und an dich weitergegeben. Auch die Wertsteigerung der Objekte kann die Rendite des Fonds steigern.

Wenn du also schon immer eine Immobilie als Geldanlage besitzen wolltest, dir aber das nötige Kleingeld gefehlt hat, kannst du dir damit zumindest einen Anteil an Immobilien kaufen. Und du musst dich nicht mal um die Bedürfnisse der Mieter kümmern, das machen andere für dich

Rentenfonds

Hier liegt der Fokus auf stetige und möglichst sichere Erträge durch Zinszahlungen. Rentenfonds legen dein Geld überwiegend in Pfandbriefe, Länder- und Unternehmensanleihen, Kommunalobligationen oder andere Formen von festverzinslichen Wertpapieren an.

Wie der Name schon sagt, eigenen sich diese Papiere zum Beispiel für deine Altersvorsorge, da du ständig Zinsen erhältst. Allerdings sind diese nicht gerade hoch und du benötigst viel Kapital um damit wirklich deine Rente bestreiten zu können.

Mischfonds

Diese Art von Fonds hat das Ziel eine höhere Rendite als ein Rentenfonds, bei einem niedrigeren Risiko als Aktienfonds zu erzielen. Das wird realisiert durch Investitionen in Aktien und auch Anleihen. Dadurch kann bei einem Bärenmarkt, also bei fallenden Kursen, in Anleihen investiert werden. Wenn der Aktienmarkt wieder anzieht, kann der Fondsmanager den Aktienanteil wieder erhöhen um die Renditechancen zu verbessern.

Hier kommt es vor allem auf die Strategie des Fondsmanagers an. Bei einem Wechsel des Managers kann ein solcher Fonds plötzlich stark an Wert verlieren obwohl er über Jahrzehnte stabile Gewinne gebracht hat.

Zielfonds

Zielfonds sind eine spezielle Art von Mischfonds, die eine Laufzeit haben. Am Ende der Laufzeit werden die Aktienanteile in Anleihen umgeschichtet um die erzielten Kursgewinne zu sichern.

Exchange Traded Funds (ETF)

ETF’s (auf Deutsch: Börsengehandelter Indexfonds) bilden einen Aktienindex exakt nach. Diese Fonds haben den Vorteil das die Verwaltungsgebühren sehr gering sind und die Ausgabeaufschläge sogar komplett entfallen. Das liegt daran das diese Fonds nicht aktiv verwaltet werden müssen. Die Zusammensetzung des Fonds ändert sich nur wenn sich der zugrunde liegende Index ändert.

Diese Fondsart ist optimal wenn du zum Beispiel in den DAX investieren möchtest. So kannst du dir monatlich kleine Anteile kaufen und am deutschen Wirtschaftsaufschwung teilhaben.

Fazit

Wenn man aus dem Meer der Fonds die wichtigsten Fondsarten herausfiltert, ist es einfacher den Überblick zu behalten und die einzelnen Produkte zu verstehen. Für Renditeorientierte Anleger kommen eigentlich nur Aktienfonds und ETFs in Frage. Wenn du eher auf Nummer sicher gehen möchtest, bist du mit Geldmarkt-, Misch- und Rentenfonds besser bedient.

Um Fonds zu kaufen oder diese monatlich zu besparen benötigst du ein Wertpapierdepot. Das wichtigste hierbei ist, dass du möglichst geringe Kosten hast. Einige Banken bieten ETF’s und Fonds-Sparpläne sogar kostenlos an. Ich nutze dafür die kostenlosen Angebote des 1822direkt Wertpapierdepots.